Um Antworten zu erhalten, klicken Sie bitte mit der Maus auf die jeweilige Frage.

Wie kann ich herausfinden, ob eine CyberKnife-Behandlung für mich in Frage kommt?

Das CyberKnife-System ist für die Behandlung von Tumoren in allen Körperregionen zugelassen, einschließlich Gehirn, Wirbelsäule, Lunge, Prostata, Leber und der Bauchspeicheldrüse. Ob die radiochirurgische Behandlung für Sie die richtige Option ist, hängt neben der Art und Größe Ihres Tumors von weiteren individuellen Faktoren ab. Dazu können Sie mit Ihrem behandelnden Arzt sprechen oder sich direkt an uns wenden. Telefonisch stehen wir Ihnen dazu gern unter den Nummern +49 361 781-6715, -6717 und -6718 beratend zur Seite.

Was bewirkt die radiochirurgische Behandlung?

Die hohe (ablative) Dosis bei der Radiochirurgie führt zu Inaktivierungen im Zell-Erbgut (DNS). Dadurch können sich die Zellen nicht weiter vermehren oder sterben ab. Der Körper beseitigt abgestorbene Zellen und hinterlässt eine Narbe. Dieser Abbau kann bei besonders ausgeprägter körpereigener Immunabwehr in selten Fällen noch Wochen und Monate nach der Behandlung zu einer ungewöhnlich starken Umgebungsreaktion führen, vereinzelt auch mit passageren Beschwerden (durch die verzögerte Strahlenwirkung). Daher muss der behandelte Bereich in individuell unterschiedlichen Zeitabständen mittels Bildgebung kontrolliert werden.

Verschwindet mein Tumor nach der CyberKnife-Behandlung und wie lange dauert es?

Die Wirkungen der Radiochirurgie sind unterschiedlich und stellen sich meistens erst langsam ein: Einige Tumore werden kleiner oder verschwinden langsam, andere hören einfach nur auf zu wachsen und zeigen keine Aktivität mehr (Wachstumsstopp = Tumorkontrolle). Das hängt von der behandelten Erkrankung und deren individueller Strahlenempfindlichkeit ab. Daher werden Sie gebeten, nach der Behandlung regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchzuführen zu lassen, damit der Arzt des CyberKnife-Teams die Wirksamkeit der Radiochirurgie beurteilen kann.

Wann ist die Implantation von Goldmarkern erforderlich?

Bei der Behandlung von atemverschieblichen Tumoren im Brust- und Bauchraum ist vor Therapiebeginn in der Regel die minimal-invasive Implantation von Goldmarkern notwendig. Diese etwa 5 mm großen Stifte aus Gold werden Ihnen eingesetzt, da sie aufgrund ihres sehr guten Röntgenkontrastes immer die exakte Lage des Tumors erkennen lassen.

Inwiefern unterscheidet sich die radiochirurgische CyberKnife-Behandlung von einer herkömmlichen Strahlenbehandlung?

In der modernen Strahlentherapie muß bei den meist infiltrativ wachsenden bösartigen Tumoren mit größeren „Sicherheitssäumen“ und damit auch größeren Strahlenfeldern behandelt werden. Das ist auch notwendig, um Unsicherheiten durch die Patienten- und damit Tumorbewegungen mit zu berücksichtigen. Dadurch ist die Bestrahlung nicht allein auf den Tumor gerichtet, sondern muß auch umliegendes Gewebe und/oder durch das Tumorwachstum nicht mehr abgrenzbare Risikostrukturen  mit einbeziehen. Aus diesem Grund wird bei herkömmlichen Behandlungen eine dann notwendige höhere Gesamtstrahlendosis auf bis zu 40 Sitzungen (Fraktionen) über mehrere Wochen verteilt. So kann sich das gesunde Gewebe zwischen den einzelnen Sitzungen besser erholen als das Tumorgewebe (strahlenbiologischer Effekt).

Im Gegensatz dazu ist das CyberKnife-System darauf ausgelegt, Strahlung mit hoher Genauigkeit abzugeben (< 1 mm Präzision im gesamten Ablauf). Deshalb können in einer Sitzung hohe Strahlendosen unter optimaler Schonung des umliegenden gesunden Gewebes verabreicht werden. Voraussetzungen sind möglichst noch kleine Tumoren mit „scharfen“ Tumorrändern und davon gut abgrenzbaren Risikostrukturen.

Wieviele Patienten wurden bereits mit dem CyberKnife-System behandelt?

Weltweit wurden bisher mehr als 250 CyberKnife-Systeme installiert und rund 120.000 Patienten mit diesem Verfahren behandelt.